Was ist li-x?

li-x ist Europas erster Marktplatz für gebrauchte Software-Lizenzen.
 

Was macht li-x aus?

Gute Preise: Wir bieten Käufern und Verkäufern einen direkten Zugang zum Gebrauchtsoftwaremarkt. Da der klassische Zwischenhandel entfällt, verdienen Unternehmen beim Verkauf mehr und sparen beim Einkauf. li-x ist wirtschaftlicher und rechtlicher Erfüller für den Kauf und die Übertragung der Software-Lizenzen (sogenannter Durchgangserwerb).

Rechtssicherheit: Vor jedem Verkauf prüfen wir die Lizenzen auf ihre Transferfähigkeit. Erst wenn die Rechtekette lückenlos dokumentiert ist und alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, geben wir die Lizenzen zum Verkauf auf li-x frei.
 

Wer steht hinter li-x?

Das Team von li-x besteht aus Lizenzspezialisten, hoch motivierten Softwareentwicklern und engagierten Supportmitarbeitern. Boris Vöge besitzt über 10 Jahre Erfahrung im Markt für Gebrauchtsoftware und hat als Gründer und Inhaber ein internationales Team zusammengestellt.
 

Was wird auf li-x gehandelt?

Das Portfolio besteht zur Zeit aus Volumenlizenzen der Hersteller Microsoft und Adobe, die wir vor dem Verkauf einer Echtheitsprüfung unterzogen haben und deren Herkunftshistorie wir sorgfältig archivieren. Diese Lizenzen teilen wir in drei Kategorien:

  • Anwendungssoftware
  • Betriebssysteme
  • Serverlösungen
 

Wer kann auf li-x handeln?

Das Angebot von li-x richtet sich an Unternehmen, Institutionen und Behörden. Nach der kostenlosen Registrierung geht es direkt los. Privatpersonen können auf li-x nicht handeln.
 

Was ist gebrauchte Software?

Als gebrauchte Software bezeichnet man Software, die bereits einmal mit Einverständnis des Softwareherstellers in Verkehr gebracht wurde, d.h. entweder über diesen direkt oder einen Händler von „neuer“ Software.
 

Darf gebrauchte Software weiterverkauft werden?

Ja, hierzu hat der Europäische Gerichtshof im Juli 2012 ein Grundsatzurteil gefällt und den Handel mit gebrauchter Software grundsätzlich für rechtmäßig erklärt.

In der Urteilsbegründung heißt es, „dass der Erschöpfungsgrundsatz bei jedem erstmaligen Verkauf einer Software gilt“. Die Erschöpfung tritt an jeder einzelnen Lizenz ein, so dass auch Volumenlizenzen aufgespalten werden können, wie das BHG bestätigte (BGH 11.12.2014. Az. I ZR 8/13). Zudem gilt dies auch bei online übertragenen Lizenzen, so dass der Käufer von gebrauchter Software diese beim Hersteller erneut herunterladen darf, was der EuGH wie folgt formulierte: „Außerdem erstreckt sich die Erschöpfung des Verbreitungsrechts auf die Programmkopie in der vom Urheber-Rechtsinhaber verbesserten und aktualisierten Fassung“ (EuGH 03.07.2012, Az. C-128/11).

Der Bundesgerichtshof setzte das Urteil des EuGH am 17. Juli 2013 in nationales Recht um. Es ist in Deutschland gestattet, gebrauchte Lizenzen zu vertreiben und die damit verbundenen Rechte an den Nacherwerber der Lizenz zu übertragen. Auch hier sind körperliche und nichtkörperliche Kopie einander gleichgestellt (BGH 17.07.2013, Az. I ZR 129/08).

Und Volumenlizenzen im speziellen?

Auch ihr Verkauf ist rechtlich unstrittig, denn „auch bei Volumenlizenzen und deren Aufsplittung ist das Urteil des EuGH anzuwenden.“ Dies bestätigte das Oberlandesgericht Frankfurt am Main im Dezember 2012 in einem Verfahren zwischen Adobe und einem Gebrauchtsoftwarehändler (OLG Frankfurt a.M. 18.12.2012, 11 U 68/11). Dieses Urteil wurde vom BGH im Dezember 2014 bestätigt (BGH, 11.12.2014 Az. I ZR 8/13).
 

Was ist eine Volumenlizenz?

Soll ein Programm innerhalb eines Unternehmens auf mehreren Computern eingesetzt werden, bieten die Hersteller sogenannte Volumenlizenzverträge an. Mit einem Volumenlizenzvertrag wird eine Anzahl Lizenzen für Produkte des Herstellers erworben. Die Abnahme größerer Lizenzmengen unter einem solchen Vertrag wird mit Rabatten belohnt.

Zudem besitzen Lizenzen aus Volumenverträgen zusätzliche Nutzungsrechte. Das Reimaging Recht erlaubt beispielsweise eine zentrale Verteilung der Software. Die Verteilung kann so zentral von einem Server aus vorgenommen werden, anstatt die Installation auf jedem Computer manuell auszuführen. Das spart Zeit, Kosten und erleichtert das Lizenzmanagement.

Bei Volumenlizenzen werden – im Gegensatz zur Einzelplatzlizenz –keine Datenträger, oder Benutzerhandbücher mitgeliefert, sondern Installationsmedien per Download zur Verfügung gestellt

Auch Lizenzen aus Volumenlizenzverträgen dürfen aufgespalten und einzeln weiter verkauft werden.
 

Wie steht es um Wartung und Updates bei gebrauchter Software?

Hier dürfen Hersteller keinen Unterschied machen: Gebrauchte Software ist genauso wie neue Software zu behandeln, eine update-berechtigte Version bleibt auch nach dem Weiterverkauf update-berechtigt. Patches zur Fehlerbeseitigung müssen die Hersteller im gesetzlichen Rahmen auch dem Zweitbesitzer kostenlos zur Verfügung stellen.
 

Wie kann ich eine Wartung erwerben?

Sollte Wartung für ein Softwareprodukt benötigt werden, kann mit der Option „Kauf mit Wartungsvertrag“ beim Echtzeithandel ein Kauf mit verbundener Wartung abgeschlossen werden. Ein Kaufvertrag über die unter Wartung zu nehmenden Lizenzen wird unter der auflösenden Bedingung geschlossen, dass dem Käufer vom Softwarehersteller kein Wartungsangebot unterbreitet wird, das dieser annimmt. Unser Supportteam steuert und begleitet den Abschluss eines Wartungsvertrages.
 

Wie werden die Lizenzen auf Echtheit geprüft?

li-x bildet einen geregelten Markt für gebrauchte Software-Lizenzen. Um Software-Lizenzen auf li-x verkaufen zu können, muss der Verkäufer nachweisen, dass die Lizenzen in der angegebenen Form vorhanden sind und den Qualitätskriterien von li-x sowie den Anforderungen des Europäischen Rechts entsprechen. Diese Prüfung wird vom li-x Supportteam vorgenommen.

Der Verkäufer lädt zur Prüfung den Lizenzvertrag, die Kaufrechnung und falls notwendig die letzte Wartungsrechnung auf das li-x Portal hoch. Werden weitere Dokumente benötigt, fordert unser Support diese entsprechend an. Ferner räumt der Verkäufer unserem Supportteam die lesenden Rechte für die relevanten Onlineportale der Hersteller ein.

Nach positiver Prüfung werden die Lizenzen sofort für den Handel auf li-x freigegeben.
 

Was ist eine Rechtekette?

Die Rechtekette dokumentiert den Fluss einer Software-Lizenz im Markt. Sie beinhaltet, beginnend beim Erstlizenzinhaber, alle weiteren Besitzer. Der Erstlizenzinhaber wird namentlich benannt und die Nummern des Vertrages, aus dem die Lizenz stammt, werden zur eindeutigen Identifikation ausgewiesen.

Auf dieser Basis kann bei einem Audit jederzeit die Herkunft und die Rechtmäßigkeit der Lizenzierung nachgewiesen werden.
 

Muss der Hersteller dem Verkauf zustimmen?

Nein, die Zustimmung ist weder beim Kauf noch beim Verkauf von Gebrauchtlizenzen notwendig. Anderslautende Klauseln in Lizenzverträgen sind unwirksam.
 

Muss ich meine Gebrauchtlizenzen beim Softwarehersteller registrieren lassen?

Eine Registrierung ist nicht notwendig.
 

Wie bilden sich die Preise auf li-x?

Käufer und Verkäufer haben zwei Möglichkeiten auf li-x zu handeln:

  • 1. Sofortannahme eines Kauf- oder Verkaufsangebotes (Echtzeithandel)
  • 2. Abgabe eines Kauf- oder Verkaufangebotes (Börsenhandel)
Die Preise auf li-x bilden sich immer aus Angebot und Nachfrage.

Kommt kein Echtzeithandel zustande, erfolgt mindest einmal täglich ein Matching der Angebote für Kauf und Verkauf, um den aktuellen Preis zu ermittelt. Der Preis ergibt sich dabei auf Basis der maximal handelbaren Menge.

Falls bei einem Produkt keine Handelsaktivität stattfindet, wird der Preis anhand der Marktpreise vom li-x Support gesetzt.
 

Wie funktioniert der Echtzeithandel?

Der Echtzeithandel ist dem Parketthandel nachempfunden. Ein ausgerufenes Verkaufs- oder Kaufangebot kann sofort angenommen werden. Der angebotene Preis wird dabei direkt akzeptiert.

Die ganze oder teilweise Annahme eines Angebotes ist möglich. li-x ist für den Käufer und Verkäufer Vertragspartner (Durchgangserwerb) und erfüllt jeweils die wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekte. Die Annahme eines Angebotes bedarf zu ihrer Wirksamkeit noch der Bestätigung des Verkäufers.
 

Wer ist Vertragspartner beim Kauf und Verkauf von Lizenzen?

Der Käufer und der Verkäufer haben jeweils nur einen Vertrags- und Ansprechpartner: Die li-x GmbH. Bei einem Handel kommt es innerhalb einer „logischen Sekunde“ zu einem Durchgangserwerb, denn zunächst verkauft der Verkäufer an li-x und li-x eine Sekunde später an den Käufer. Die Käufe erfolgen zum gleichen Preis.

Für Fragen der wirtschaftlichen und rechtlichen Abwicklung steht das Supportteam von li-x gern zur Verfügung.
 

Wo finde ich meine Keys?

Sobald der Lizenzkauf erfolgreich abgeschlossen ist, erscheinen Ihre neu erworbenen Lizenzen in Ihrem li-x-Account. Unter 'Eigene Lizenzen' sind diese vollständig aufgelistet. Möchten Sie nun den Produktschlüssel erfahren, klicken Sie auf das blaue Plus-Symbol vor der jeweiligen Softwarelizenz. Es erscheint ein graues Feld, in dem Sie Herkunft und Status der Lizenz einsehen können. Wählen Sie nun rechts den Button 'Details'. Sie gelangen zu der Seite 'Lizenzdetails', auf der Sie neben Ihren Lizenzen auch die entsprechenden Produktschlüssel einsehen können.